Peter und Irene Ludwig Stiftung

Annette Kelm im Haus Ludwig

Regelmäßig lädt die Ludwig Stiftung Künstler*innen ein, sich mit dem ehemaligen Wohnhaus von Peter und Irene Ludwig auseinanderzusetzen. Bereits Candida Höfer und Marcel Odenbach folgten dieser Einladung. Nun befasste sich die Berliner Fotokünstlerin Annette Kelm über ein Jahr hinweg mit dem Haus und den hierin beheimateten Objekten. Diese Einladung mündete in der Präsentation ihres Projektes im Haus Ludwig. Das im Jahr 1953 erbaute Wohnhaus der Ludwigs lässt sich wahrscheinlich am treffendsten als Gesamtkunstwerk charakterisieren. Hier sind nicht nur Kunstwerke vieler Gattungen und Epochen beherbergt, sondern es wurden Spolien in Form von Türen, Gittern oder Fliesen integriert und zu einem einzigartigen Werk verschmolzen. Annette Kelm machte die Ausstattung und vielfältigen Objekte direkt oder indirekt zum Thema, indem sie diese in ihren Fotografien inszenierte oder ihre eigenen Stillleben-Fotografien in die Räume integrierte. Sie veränderte damit die Wirkungsweise der Räume und interpretierte sie in ihrer Ornamentik und Stilllebenartigkeit völlig neu.