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Die Sammlung Ludwig besteht aus mehreren tau­send Objek­ten und versam­melt Kunst aus vielen Erdteilen und Epochen. Der Begriff der „Weltkunst“ war Programm. Beginnend mit der Sammlung von Antiken und mittel­alterlichen Bildwerken startete das Engage­ment für die zeitgenös­sische Kunst in den späten 50er Jahren. Zunächst mit Blick auf Deutschland und Frankreich wurde mit dem Ankauf einer Arbeit von Tom Wesselmann 1967 der Sprung in die USA vollzogen. Wiederum drehte sich die Blick­richtung: während die USA und West­europa im Fokus blieben, kamen Ostdeutsch­land, die Sowjet­union, China, Kuba und Latein­amerika hinzu. Massgeblich war ein Kunst­begriff, der nicht zwischen „high“ und „low“, „angewandt“ und „frei“, „West“ und „Ost“ normativ unterschied. Die Sammlung befindet sich heute als Schenkung bzw. Dauerleih­gabe in 26 öffentlichen Museen.

 

 

 

 

Einzelne Werke aus der der Sammlung werden hier exemplarisch näher vorgestellt

„La Consagración“ von Belkis Ayón auf der 10. Berlin Biennale

Anlässlich der 10. Berlin Biennale wurde das selten zu sehende Werk La Consagración (Die Weihe) der kubanischen Künstlerin Belkis Ayón Manso von St. Petersburg in die deutsche Hauptstadt transportiert. Hier war das großformatige Triptychon bis zum 9. September an prominenter Stelle in der Akademie der Künste zu sehen. In ihren Werken setzt sich Ayón mit dem afro-kubanischen Geheimbund der Abakúa auseinander, welcher alleine männliche Mitglieder führt und dessen Religion afrikanische Mythen mit dem katholischen Glauben verschmelzen lässt. Dabei erschafft sie die Mythen neu, indem sie dem Weiblichen eine tragende Rolle zuteilt und damit zugleich die Regeln des Bundes in Frage stellt. La Consagración zeigt sich inspiriert durch die geheimnisvolle und mystische Atmosphäre, welche Abakúa umgibt, ohne in der Darstellung des Zeremoniells eine bestimmte Legende zu repräsentieren. Die 1991 entstandenen Monotypien schuf Ayón für eine Ausstellung in der Pfarrkirche St. Barbara im nahe Aachen gelegenen Breinig. Das Werk wurde durch Peter und Irene Ludwig angekauft und ging 1995 als Schenkung an das Ludwig Museum im Russischen Museum in St. Petersburg.